Gründung

1978 - 1982

Seit dem 27. Februar 1978 gehört die Abteilung dem Westdeutschen Tischtennis-Verband an. Symbolisch für den lange Zeit andauernden Aufwärtstrend steht der erste Trainingstag. Im April 1978 belagerten knapp 100 Kinder die Platten. Doch wie so häufig nach etwas Neuem, so stellte sich auch diese anfängliche Begeisterung zunächst als Strohfeuer heraus.

Nach einem mühevollen Aufbau im Jahre 1979 (Trainingsabläufe mußten geregelt werden), nahmen in der Saison 79/80 erstmals Mannschaften an Meisterschaftsspielen des Kreises Emsland teil.

Der Erfolg blieb jedoch zunächst noch aus. Zu unerfahren waren die SuS-Spieler. Die erste Herren-Mannschaft mit Winfried Stratmann, Rolf Auffenberg, Norbert Puttkammer und Jochen Schürmann schloß die Saison mit 2:40 Punkten ab. Lediglich gegen TV Jahn Rheine 2 gelang ein Sieg. In diesem Jahr löste Winfried Stratmann Hans Roskam als Obmann ab. Als sich in der Folgezeit auch leistungsmäßig ein Wandel zum Positiven abzeichnete, folgte im Jahr 1981 unerwartet die Krise, die die Abteilung an den Rand der Existenz brachte. Die komplette 1. Jugend wanderte in Richtung St. Arnold ab, weil sie dort die sportlich besseren Perspektiven vorfanden. Auch im Herrenbereich mußte die Abteilung einen kräftigen Aderlaß hinnehmen. Hinter vorgehaltener Hand wurde sogar vom Ende gesprochen. Die Saison 81/82 bestritten lediglich noch vier Mannschaften.

1982 - 1992

Als Jochen Schürmann im Sommer 1982 Winfried Stratmann als Obmann ablöste, erlebte die Abteilung jedoch wieder einen Aufschwung. Die Mitgliederzahl stieg von 22 auf 40. Die Verpflichtung von Dietmar Lakering als Trainer (1983) war gleichbedeutend mit dem Aufbruch in eine rosigere Zukunft. Und der Erfolg ließ in der Tat nicht lange auf sich warten. In der Spielzeit 83/84 gelang vier von sechs Mannschaften der Aufstieg. Aus beruflichen Gründen mußte Lakering seine Trainertätigkeit nach einem Jahr jedoch wieder aufgeben. Auch an der Vereinsspitze gab es einen Wechsel. Ulrich Deupmann wurde neuer Abteilungsleiter.

In den folgenden Jahren stand vor allem die leistungsorientierte Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt der Bemühungen. Vor allem Ralf Wehning war es zu verdanken, daß es nicht nur bei den Bemühungen blieb. Sieben Jahre lang war er beim SuS als Trainer tätig und seine Arbeit war stets vorbildhaft. Er war es auch, der die Jugendlichen und Schüler an die Spitze des Kreises Steinfurt heranführte. Als Ralf Wehning nach der Saison 90/91 seinen Dienst beim SuS aus beruflichen Gründen quittieren mußte, sprang sein Bruder Rainer ein. Innerhalb nur eines Jahres führte er das SuS-Quartett in die höchste deutsche Jugend-Spielklasse. Der Aufstieg in die Verbandsliga ist der bislang größte Erfolg der Abteilung.

Doch auch im Herrenbereich tat sich etwas in den folgenden Jahren. An erster Stelle ist hier Trainer Bernhard "Titus" Tittmann zu nennen, der den Seniorenbereich wieder salonfähig machte. In der Saison 88/89 begann er seine Tätigkeit beim SuS und schaffte mit der ersten Mannschaft gleich den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Ärgster Konkurrent waren die "alten Hasen" vom TuS St. Arnold. Die SuSler hatten wie schon in den Jahren zuvor einen schweren Stand, doch aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs wurde der langersehnte Traum vom Aufstieg in die 1. Kreisklasse Realität.

Nach einem guten 6. Platz im ersten Jahr wäre den Neuenkirchenern in der Saison 90/91 beinahe der Sprung in die Kreisliga gelungen. Nach verpatzter Hinrunde holten sie in der Rückrunde zum großen Wurf aus, wurden aber im entscheidenden Spiel doch noch abgefangen. Gegen TV Borghorst setzte es eine klare 4:9-Niederlage.

Besser machte es da schon die zweite Herren-Mannschaft. Ihr gelang der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Auch die Damen hatten allen Grund zum Jubeln. Nach jahrelangen vergeblichen Anläufen stiegen sie in die Bezirksklasse auf. Nach diesem Erfolg überwog mit Blick auf die nächste Saison zunächst die Skepsis. Der Grund: Gaby Vennemann, Neuzugang vom TTV Emsdetten und maßgeblich am Aufstieg beteiligt, verließ die Abteilung aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen. Der Klassenerhalt schien in weite Ferne gerückt. Doch die anfängliche Skepsis erwies sich als Trugschluß. Auch ohne ihre Spitzenspielerin schaffte das Quartett den Ligaverbleib.

Gleiches gelang auch der zweiten Herren-Mannschaft, die jedoch nach gutem Start lange Zeit einen schweren Stand in der 1. Kreisklasse hatte. Eine tadellose Saison legte die "Erste" hin. Sie dominierte die Liga und stieg verdientermaßen in die Kreisliga auf.

1992 - heute

Mit Beginn der Saison 92/93 schlug die Tischtennis-Abteilung ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte auf. Nach der gescheiterten Fusion zu Beginn des Jahres 1992 sowie großem abteilungsinternen Zwist beim TuS St. Arnold, wechselten acht Spieler aus dem Nachbarverein ihre Vereinsfarben und kamen zum SuS. Feierten in der Vergangenheit vornehmlich die Jugendlichen große Erfolge, so begann jetzt auch im Seniorenbereich die "Blütezeit".

Mit Horst Fischer, Paul Witthake, "Titus" Tittmann, Bernd Auster, Rainer Wehning sowie Michael Wehning, Sven Fischer und Klaus Rösner verstärkte sich die SuS-Tischtennis-Abteilung qualitativ wie quantitativ enorm. So war es auch keine Überraschung, daß die Erfolge nicht lange auf sich warten ließen.

Gleich in der ersten Saison nach diesen hochkarätigen Verstärkungen gelang der Tischtennis-Abteilung der sportliche Durchbruch. Die ersten drei Herren-Mannschaften stiegen auf, die "Erste" von der Kreisliga in die Bezirksklasse, die Reserve von der 1. Kreisklasse in die Kreisliga und auch die "Dritte" schaffte den Aufstieg in die 1. Kreisklasse.


Beim Kreispokalwettbewerb der Herren im Jahre 1994 sorgte das Trio Frank Heßling, Holger Heithoff und Rainer Wehning für Aufsehen. Nach dem Gewinn des Kreispokals überstanden sie auch die Spiele auf der Bezirksebene. Erst bei der Westdeutschen Endrunde in Duisburg war im Halbfinale Endstation.

Ein Jahr später, also in der Spielzeit 94/95, erreichte die Abteilung dann den Höhepunkt ihrer Entwicklung. Zum ersten Mal stieg die 1. Herrenmannschaft in die Bezirksliga auf.

In den folgenden Jahren zeigte sich, dass eine große Leistungsdichte im Herrenbereich herrscht. Jahrelange gute Nachwuchsarbeit trugen die Früchte.